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Das innere Kind

Das innere Kind

Als das Innere Kind wird der Wesenskern eines Menschen bezeichnet.

Da die Auswirkungen von Traumata in der Kindheit einen großen Einfluss auf das spätere Leben haben können, ist es zu empfehlen und macht es Sinn, sich mit dem „Inneren Kind in uns“ zu beschäftigen.

Wenn wir Kontakt mit diesem Teil in uns aufnehmen, dem kleinen Mädchen in uns, dem kleinen Jungen, und es - was auch immer in der Kindheit geschehen sein mag - in unsere „eigene Elternschaft“ nehmen und es so behandeln, wie wir uns das damals von unseren Eltern oder anderen Erwachsenen, Bezugspersonen gewünscht hätten, dann kann Ruhe in uns einkehren.

Durch die Innere Kind – Arbeit in der Therapie lernt der Mensch wie er ein liebevoller Erwachsene für sich SELBST sein kann, wie er die Wunden aus der Kindheit heilen und seine derzeitigen Bedürfnisse wahrnehmen und erfüllen kann.

Die Innere Kind Arbeit in der Kinesiologischen Anwendung

Ziel der Inneren Kind Arbeit in der Kinesiologischen Anwendung ist es, eine liebevolle innere Verbindung zwischen dem Inneren Kind und dem liebevollen Erwachsenen herzustellen um (wieder) Zugang zu tiefen Quellen der Freude, Wahrnehmung und Intuition zu erlangen.

Das Kind und der Erwachsene in uns Menschen

Das Kind in uns, ist unsere instinktive Seite und es steht für Gefühle, die intuitiv sind, die so genannten Bauchgefühle. Diese Gefühle, sind der rechten Gehirnhälfte zugeordnet.
Im Gegensatz dazu, steht der Erwachsene in uns. Er ist für das Tun, Denken und Handeln verantwortlich. Der Erwachsene wird der linken Gehirnhälfte zugeordnet. 

Innerhalb unseres Kulturkreises sind Kinder zumeist weniger wert, als der Erwachsene. Daraus kann z. B.  resultieren, dass sich das Kind oft macht- und bedeutungslos fühlte und auch dies auch so erlebte. Bekam man als Kind nicht genug Wertschätzung, fällt es uns als Erwachsener ebenfalls schwer, das Kind in uns wert zu schätzen, sprich sich SELBST wertzuschätzen.

Kinder sind etwas Kostbares und leicht zu verletzen. Erst recht unser ganz ureigenes Inneres Kind, das wir selbst einmal waren! Damit sollten wir behutsam und liebevoll umgehen und die beliebten Sprüche, die oft noch unbewusst im Erwachsenen ablaufen, wie:

Stell dich nicht so an!
Werd endlich erwachsen!
Du kannst das nicht!
Dafür bist du zu dumm! etc.

für immer aus unserem Denken verbannen.

Denn genau diese Sprüche führen sehr oft dazu, unsere wahren innersten Bedürfnisse und Gefühle zu ignorieren, weil wir sie als Kind nicht einfordern und ausdrücken konnten / durften.
Entweder um unsere Eltern nicht zu enttäuschen oder aus Angst vor Bestrafung oder Abwehr, oder aus der große Angst heraus, nicht geliebt zu werden und verlassen oder allein gelassen zu werden, die dann unser ganzes Leben prägt.

Das innere Kind

Sehen wir uns nun die beiden Wesensanteile, das Innere Kind und der Innere Erwachsene im Menschen genauer an.

Stehen beide Persönlichkeitsanteile, das Innere Kind und der Erwachsene Persönlichkeitsanteil in einem, in liebevollem Kontakt zu einander, entstehen Gefühle, wie Ganzheit, Zufriedenheit und Lebensfreude.
Es kann aber auch passieren, dass die Verbindung zwischen dem Inneren Kind in einem und dem Erwachsenen Persönlichkeitsanteil, abbricht. Es entstehen Gefühle, wie Konflikt, Leere und Alleinsein.

Was führt zu einer unterbrochenen Verbindung zwischen dem Inneren Kind und dem Inneren Erwachsenen?

Hat das Kind in der Vergangenheit viel Schmerz oder Traumatisierungen erlebt, wird es möglicherweise vom inneren Erwachsenen abgetrennt. Der Erwachsene will sich damit davor schützen, den Schmerz des Kindes zu fühlen und lehnt es ab, die Verantwortung für sein eigenes Inneres Kind zu übernehmen.

Er möchte die eigene Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein nicht spüren oder fühlt sich überfordert, das Kind zu versorgen. So haben viele Menschen beim Heranwachsen gelernt, den Zugang zu ihrem Inneren Kind zu drosseln oder abzuschneiden, um bestimmte Gefühle nicht mehr fühlen zu müssen.

Der Stress dabei entsteht, weil es nicht möglich ist, nur die unangenehmen Gefühle auszuklammern, sondern gleichzeitig wird auch der Zugang zu den positiven Gefühlen versperrt.

Woher kommt nun das Innere Kind?

Stephen H. Wolinsky erklärt dies wie folgt:

Das zu heilende, verletzte innere Kind wird durch den Akt des „Suchens“ erschaffen. Der Mensch, ist verantwortlich für das Erscheinen des inneren Kindes, durch den Akt des Beobachtens. Das heißt, dass der Beobachter bereits vor der Bildung der Identität des inneren Kindes existierte.

 Daraus folgen drei wesentliche Punkte, die Stephen H. Wolinsky wie folgt beschreibt: :

Der Schöpfer und Beobachter des inneren Kindes ist man selbst.

Der Schöpfer steht über dieser geschaffenen Identität.

Um das verletzte innere Kind zu heilen, muss erkannt werden, dass der Ursprung man selber ist.

Inneres Kind

Das geliebte Innere Kind

Das ursprüngliche Innere Kind ist jenes, das sich geliebt fühlt.

Es steht für unsere
Lebendigkeit
Begeisterung.

Das geliebte Innere Kind ist
Stark
Dynamisch
Leidenschaftlich
Neugierig
Verspielt
Kreativ und
voller Lebensfreude.

In ihm liegen unser Wissen von der Gleichheit aller Menschen und das Vertrauen in andere Menschen.
Unsere Sinneswahrnehmungen berühren, schmecken, riechen, hören und sich bewegen werden dem Inneren Kind in uns Menschen zugeordnet.

Das ungeliebte Innere Kind

Haben die Eltern das Kind geschimpft, nicht geachtet, verlassen oder misshandelt, dann ist der Schmerz darüber so groß, dass der innere Erwachsene den Kontakt abschneidet, um diese Gefühle nicht spüren zu müssen. Dadurch fühlt sich das Innere Kind einsam und leer.

Fühlt sich nun das Innere Kind auch vom Inneren Erwachsenen geschimpft, kritisiert oder vernachlässigt, beginnt es diese Gefühle nach außen auf andere zu projizieren. Dadurch erlebt es andere als kontrollierend, kritisierend oder achtlos, auch wenn dies z. B. gar nicht der Fall ist.

Das ungeliebte Innere Kind kämpft immer darum alles richtig zu machen. Wird nun dieses Innere Kind vom Erwachsenen abgelehnt, und hilft der Erwachsene ihm nicht mit seiner Leere und Einsamkeit umzugehen, entwickelt es ein Suchtverhalten, um irgendwie die Leere zu füllen. Hierbei gibt es die Abhängigkeit von Personen, Dingen, Substanzen oder Aktivitäten.

Der liebevolle Innere Erwachsene

Der liebevolle Erwachsene steht immer in Verbindung mit seinem Inneren Kind. Er drückt durch sein Handeln die Bedürfnisse und Gefühle sowohl des Kindes als auch des Erwachsenen aus. Er möchte das Kind in ihm kennen lernen, beschützen, lieben und umsorgen.

Der liebevolle Erwachsene weiß, dass die Gefühle des Kindes wichtige Gründe haben. Ist das Innere Kind einmal fordernd oder bestimmend, bewertet der liebevolle Erwachsene dies nicht und er reagiert nicht verärgert, sondern er befasst sich mit ihm und sucht den Ursprung solcher Gefühle.

Stehen beide Persönlichkeitsanteile, das Innere Kind und der Erwachsene Persönlichkeitsanteil im Menschen, in liebevollem Kontakt zu einander, entstehen Gefühle, wie Ganzheit, Zufriedenheit und Lebensfreude.

Der lieblose Erwachsene

Der lieblose Erwachsene hat sich entschieden für sein Inneres Kind keine Verantwortung zu übernehmen. Er hat sich gegen die Wahrnehmungen und das Durchleben von Angst, Schmerz und Traurigkeit entschieden.
Der lieblose Erwachsene ist kontrollierend, kritisierend, herabsetzend und verurteilend. Er vermittelt dem Inneren Kind, dass es dumm, schlecht, unzulänglich, selbstsüchtig und unwichtig ist.
Der „lieblose Erwachsene“, der das Kind nicht annimmt, verhält sich so, wie unsere Eltern oder andere Bezugspersonen uns geprägt haben. Er handelt nach einschränkenden Glaubens- oder Widerstandsmustern zum inneren Kind, sie können beispielsweise heißen:


Ich kann mich selbst nicht glücklich machen, andere können das besser als ich.
Andere sind für meine Gefühle verantwortlich und ich bin für ihre verantwortlich.
Ich wäre egoistisch und falsch, wenn ich mich selbst glücklich mache.
Im Grunde meines Wesens bin ich schlecht.
Am besten ist es, Bedürfnisse nach Liebe und Zuwendung wegzuschieben.
Uvm….

Wenn die Verbindung zwischen dem Inneren Kind und dem Inneren Erwachsenen Persönlichkeitsanteil, abbricht, entstehen Gefühle, wie Konflikt, Leere und Alleinsein.

Kinesiologische Anwendung

Die innere Verbindung

Ist die innere Verbindung zwischen dem Inneren Kind und dem Erwachsenen gestärkt und sicher, entsteht ein Gefühl von Freude, innerer Kraft, Ganzheit, Friedens und Vertrauen beschützt zu sein.

Steht der Mensch mit seinem Inneren Kind in einer liebevollen Verbindung, erlebt er das ganze Leben anders: Er fühlt sich liebevoll mit den Menschen und mit der gesamten Natur verbunden, weil er mit sich selbst verbunden ist. Diese innere Verbindung ist eine große Kraftquelle und stellt eine wunderbare innere Ressource dar.

Ziel der Inneren Kind Arbeit in der Kinesiologischen Anwendung ist es, eine liebevolle innere Verbindung zwischen dem Inneren Kind und dem liebevollen Erwachsenen herzustellen um (wieder) Zugang zu tiefen Quellen der Freude, Wahrnehmung und Intuition zu erlangen.

Es ist nötig, dass der innere Erwachsene sich dafür entscheidet, das Kind anzunehmen und sich mit seiner „inneren Wahrheit“ zu verbinden. Sie ist für den Erwachsenen eine Orientierung dabei, die nicht mehr dienlichen und einschränkenden Glaubensmuster zu beseitigen und frei machende Glaubenssätze zu finden, nach denen er leben möchte.

Wenn das Innere Kind angenommen wird, können solche guten Glaubenssätze heißen:

Ich bin selbst verantwortlich für mein Glück.
Ich bin bereit, meine Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen.
Ich bin offen für Neues und Veränderungen in meinem Leben.
Ich bin stark genug, für mich selbst zu sorgen und für mein Wohlgefühl die Verantwortung zu übernehmen.
Ich darf neugierig sein, verspielt, albern, spontan, lebendig und sensibel.

Mit der Übernahme der Selbstverantwortung wird der Mensch mehr und mehr unabhängig von der Meinung und dem Wohlwollen anderer, was nicht bedeutet, dass er/sie sich über Zuwendung anderer nicht mehr freut. Jedoch wird erkannt, dass er/sie  es körperlich und auch seelisch schafft, wenn eine Lebenssituation es nötig macht, dass er/sie für sein/ihr Wohlergehen selbst zu sorgen hat.  

Wie wenig wir wissen,
erkennen wir,
wenn unsere Kinder anfangen zu fragen.

(Verfasser unbekannt)

 

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